Gimbal für deine GoPro, Smartphone und DSLR       

Das Prinzip der Steadycam aufgreifen und mit moderner Technologie verbessern. Das ist das elektronische Gimbal. Der Grundgedanke ist der selbe, wie bei der Steadycam : Wackler herauszufiltern und das Bild stabilisieren. Nur mit der Verbesserung, dass man jetzt gar nicht mehr darauf achten muss was der Stabilisator gerade macht oder ob die Kamera richtig justiert worden ist usw.. Nein, das macht jetzt alles ein Computer. Wo bei dem Schwebestativ noch Gewichte und Gegengewichte dafür sorgten, dass die Steadycam das Bild stabilisiert, sorgen jetzt sogenannte „brushless“ Motoren dafür, dass die Kamera durch den Raum „fliegt“. Diese Gimbals gibt es genau wie Schwebestative, für GoPro, Smartphone und DSLR Kameras.


Überzeugt euch selbst vom Vorteil! :

 

Dieses Video zeigt nur ein Gimbal für die GoPro. Es gibt aber auch Gimbals für Smartphones und DSLR.

Einsatzgebiete eines Gimbals :                                                                                    

  • Urlaubsaufnahmen und Vlogging
  • Sportveranstaltungen
  • Extremsportaufnahmen ( Snowboarden, Motorrad, Mountainbike)
  • professionelle Film- und Videoproduktion
  • Events, wie Partys oder Familienaufnahmen

Kalibrierung und Einstellung :                                                       

Die Kalibrierung bzw. die Adjustierung der Kamera, ist bei dem Gimbal ganz undramatisch, anders als bei der Kalibrierung einer Steadycam. Die Kalibrierung erfolgt bei einem Gimbal voll automatisch, was nicht nur praktisch, sondern auch nervensparend ist.

WICHTIG! : Sei sicher, dass die Kamera vor dem anschalten des Gimbals bereits montiert ist! Da das Gimbal automatisch das Gewicht erkennt, passt es sich auch automatisch an, falls aber kein Gewicht vorhanden sein sollte, will sich das Gimbal an 0 Gramm anpassen, was nicht möglich ist. Dadurch können die Motoren überhitzen und das neue Gimbal ist noch vor dem ersten Gebrauch kaputt.


Vor– und Nachteile eines Gimbals : 

Vorteile : 

  • sehr einfach Handhabung
  • sehr simpel
  • kompakt
  • flexibel
  • Kalibrierungszeit
Nachteile :  

  • gute Modelle sind teuer
  • Strombetrieben

Was sind überhaupt „brushless“ Motoren ?

„Brushless“ Motoren sind Motoren die mit Gleichstrom betrieben werden. Andere Anwendungsbereiche von „brushless“ Motoren sind z.B. Diskettenlaufwerke oder Modellflugzeuge.

Die Alternative zu „brushless“ Motoren sind Bürsten-Elektromotoren. Doch für ein Gimbal wären Bürsten-Motoren keine Option, denn „brushless“ Motoren haben eine höhere Leistung bei längere Lebensdauer, da sie nicht so schnell heiß werden und deshalb auch nicht so schnell verschleißen. Außerdem haben „brushless“ Motoren eine höhere Leistung bei gleichem Gewicht.

 

Verschieden Kamera Modes :                                                        

Normalerweise bieten Gimbals verschieden Kamera Modis an, welche die Funktionalität des Gimbals verändern und sie dadurch für jede einzelne Situation verbessern. So kann zum Beispiel die eine Achse eines Gimbals geblockt werden.

Hinweis :  Die Modes können von Hersteller zu Hersteller abweichen, doch die folgenden Modes sind meistens Standard :

 

Locking Mode
Inversion Mode
Heading Mode
Heading und Pitch Follow
Standby Mode

Wodrauf solltest du beim Kauf achten ?                                      

Dadurch, dass ein elektronisches Gimbal (engl. kardanische Aufhängung) nicht arbeitet wie eine Steadycam, gibt es auch andere Punkte beim Kauf zu beachten und Punkte zu beachten, die es bei einem Schwebestativ zum Beispiel gar nicht gibt.

Punkte wie, wie viele Gewichte gibt es oder wie schwer ist die Steadycam, sind bei einem Gimbal gar nicht zu beachten. Es gibt nur 3 Arten von Gimbals : Für GoPro , für Smartphones und für DSLR Kameras.

Zuerst ist es wichtig, dass du weißt das nicht alle Gimbals für alle Kameras gelten. Du musst, bevor du dir z.B. ein Gimbal für die GoPro kaufst, gucken ob das Gimbal überhaupt kompatibel zu deiner GoPro ist.

Tipp : Für GoPro Session, egal ob Hero 4 oder 5, sind die meisten Gimbals nicht kompatibel mit. Deshalb falls du ein Gimbal für die Gopro Hero Session suchst, achte auf die Kompatibilität. Hier unsere Empfehlung.

Danach ist es wichtig, dass du guckst, wie viele Dimensionen das Gimbal hat. Ob es 2- oder 3-dimensional ist, dass heißt einfach wie viele Achsen dazu beitragen, dass deine Kamera komplett von deinen Bewegungen isoliert ist.

Gimbals für die DSLR :                                                                    

 

 

Produktbild der DJI Ronin-M

Um mit DLSR Kameras profesionelle Aufnahmen zu erzeugen, wacklige Bewegungen der Kamera auszugleichen und flüssige Bilder zu ermöglichen ist ein DSLR Gimbal fast unentbehrlich. Sie machen zwar genau das gleiche, wie ein Schwebestativ, doch sie ermöglichen die Aufnahmen mit Elektronik, was es dem Kameramann um ein vielfaches leichter macht zu filmen und außerdem auch Auswirkungen auf die Filmqualität hat, wenn der Kameramann nicht ein Profi mit der Steadycam ist.

DSLR Gimbals sind um einiges größer als Gimbals für ein Smartphone oder für die GoPro. Das liegt daran, dass eine DSLR Kamera viel mehr wiegt, als z.B. eine GoPro. Das führt automatisch dazu, dass die Elektromotoren ausreichend groß ausgelegt sein müssen, um die Kamera ausreichend schnell zu bewegen. Das führt leider auch dazu, dass die Elektronik um einiges aufwendiger und teurer ist, was dazu führt, dass der Produktpreis von Gimbals für DSLR deutlich höher sind. Gimbals, die mit 3 Achsen arbeiten, fangen meist ab 600€ an.

Gimbals für GoPro :                                                                      

 

 

Die Actionkameras des renommierten Hestellers GoPro, ermöglichen fenomenale Aufnahmen und die Kamera kann vor allem Aufnahmen einfangen, die du mit einer normaler Kamera nicht einfangen könntest, da diese die meisten Situationen gar nicht überleben würden. Doch jeder, der öfter mit der GoPro filmt, kennt das Problem, dass wenn du z.B. einen Bergabhang mit dem Snowboard runter fährst und denkst du hättest spektakuläres Bildmaterial. Doch wenn du dir dann die Videos anguckst, dann siehst du meistens nicht viel mehr als Schnee und etwas blauen Himmel. Dieses Problem löst ein Gimbal problemlos.

Das Prinzip des Gimbals klappt wahrscheinlich am besten bei der GoPro, da diese meistens zu leicht ist für die mechanische Stabilisierung der Steadycam. Die GoPro ist leicht und klein, deshalb braucht das Gimbal wenig Energie und die jeweiligen Akkus halten länger. Daher, dass Gimbals für die GoPro deutlich kleiner Bauteile haben, sind sehr gute Gimbals schon für 200-300€ erhältlich, was durchaus in dem Preissegment einer guten Steadycam ist.

Produktbild des Feiyu G5 Gimbals

 

Gimbals für Smartphones :                                                             

 

 

Produktbild der SZABTO ZHIYUN Z-1

 

Spätestens seit dem jeder eine HD-Kamera, nämlich das Smartphone, in der Tasche hat, ist das Thema um Bildstabilisierung für Smartphones immer und immer größer. Die moderne Technik macht es möglich, dass selbst erfahrene Blogger oder Fotografen auf die Kamera des Smartphones mit einem Gimbal zurückgreifen. Dies liegt einerseits daran, dass der Akku eines Smartphones um ein vielfaches länger als der Akku einer Spiegelreflexkamera hält. Außerdem kann man viel bequemer und einfacher die gemachten Videos direkt auf die jeweilige Social Media Seite hochladen.

 

Ansonsten funktioniert ein Gimbal für Smartphones fast genau gleich, wie ein Gimbal für die GoPro, da es, genau wie die GoPro, leicht und klein ist. Nur die Montage ist etwas anders aufgebaut, da ein Smartphone größer, als eine kleine kompakte GoPro ist.

 

Profitipp :  Falls die Kamera deines jeweiligen Smartphones dir nicht genügt, dann kann man diese auch noch verbessern oder verschieden Funktionen verbessern, indem du dir eine passende Linse auf deine Kamera klemmst.

Fazit : Schwebestativ oder Gimbal ?                                                

Für Kameras, wie die GoPro oder ein Smartphone ist es eindeutig die bessere Wahl. Das Gimbal ist genau so wie die Kamera, sehr leicht, kompakt und funktioniert automatisch. Dadurch passt ein Gimbal bequem in jede Tasche und du kannst sie überall mitnehmen. Wenn man dagegen aber die Steadycam sieht, ist sie spärlich, schwer und man muss erst erlernen das nötige Feingefühl zu haben und funktioniert nicht automatisch. Bei einem Schwebestativ muss man lernen wie man damit umgehen soll und selbst dann wirst du keine Hand für andere Aktivitäten haben, das ist bei einem Gimbal vollkommen anders. Du musst dich gar nicht aufs filmen konzentrieren, sondern kannst komplett den Moment erleben, was besonders bei Action-Aufnahmen, die meist mit der GoPro einhergehen, sehr wichtig ist. Deshalb gewinnt das Gimbal hier ganz klar.

Ein Gimbal für die DSLR Kamera ? Man kann auch wirkliche Profiaufnahmen mit der Steadycam hinkriegen, dafür braucht man kein Gimbal. Doch wenn man bedenkt, dass ein gutes Schwebestativ auch gut und gerne 500€ kostet, dann ist die Preisdifferenz gar nicht mal so groß zu einem Gimbal. Daher, dass die Bedienung und Handhabung bei einem Gimbal vollkommen automatisch läuft und du direkt Profi-Aufnahmen kreierst, macht es das Gimbal wieder zu unserem Favoriten, doch nicht zum Sieger. Man kann genau so gute Aufnahmen mit einer Profi-Steadycam erzeugen, doch dafür brauch man viel mehr Nerven und Zeit. Daher muss man sich dann selber entscheiden, 100-200€ mehr ausgeben oder ein paar Monate Lehrzeit, bis man die Steadycam richtig kontrollieren kannst.